Oldtimer-Reifen: Wissenswertes für Oldtimer-Besitzer

Einem Laien fallen die Reifen eines Oldtimers höchstens auf den zweiten Blick auf, aber ganz anders ist bei den Besitzern, denn diese legen großen Wert auf originalgetreue Modelle. Damit beginnen jedoch die Schwierigkeiten, denn woher bekommt man diese? Wie löst man das Felgen-Problem?

Krisengebiet Oldtimer-Reifen: Das Beispiel Speichenrad

Einer der beliebtesten Oldtimer-Reifen, den es überhaupt gibt, ist das Speichenrad. Modelle, wie die BMW Serie 3, der Fiat 8 V oder auch die Alfetta verwenden dieses. Da Reifen einem Alterungsprozess unterliegen, sollte man die Originalräder selbst dann nicht mehr benutzen, wenn man sie besitzt. Im besten Fall wird das Bremsen sonst zu einer abenteuerlichen Rutschpartie. Dies bedeutet für den Oldtimer-Besitzer jedoch ein großes Problem, denn heutige Reifen, die in Massenproduktion gefertigt werden, passen nicht mehr auf die Speichenfelge. Ähnliche Schwierigkeiten ergeben sich bei allen Oldtimer-Reifen.

Hoffen auf den Hersteller und die Szene

Hoffnungslos ist die Suche nach passenden Reifen für den Oldtimer, die auch auf die Originalfelge aufgezogen werden können, jedoch nicht, denn die Reifen-Hersteller wissen natürlich auch um die Wichtigkeit der Reifen für Oldtimer-Liebhaber und legen immer wieder passende Serien neu auf. Der französische Reifenbauer Michelin bietet hierfür beispielsweise die Classic-Serie für die Suchenden. Allerdings erscheinen die Reifenklassiker unregelmäßig und wenn man sich telefonisch erkundigt, erhält man meistens als Antwort den Verweis auf die zugehörige Webseite, denn dort würden sie rechtzeitig angekündigt. Das Internet ist jedoch tatsächlich kein schlechter Tipp. Denn nicht nur Reifen sondern auch wichtige Ersatzteile lassen sich in speziellen Shops (siehe Webseite) leicht finden.

Aus der Oldtimer-Szene haben viele bekannte Namen einen Reifen-Handel aufgemacht, der auf dem Konzept basiert, dass sie passende Reifenmodelle von den Herstellern aufkaufen und etwas teurer zum Weiterverkauf anbieten. Handelt es sich dabei um in die Jahre gekommene Modelle, dann pflegen sie diese zuvor und bereiten sie wieder auf. Für die Oldtimer-Liebhaber ist dies übrigens ein wertvoller Hinweis für die spätere Benutzung: Da die Reifen nur selten zum Einsatz kommen, unterliegen sie viel stärker klassischen Alterserscheinungen, gerade, wenn sie bereits älter als sechs Jahre sind, da sie aufgrund chemischer und physikalischer Prozesse an Elastizität verlieren. Sie brauchen regelmäßige Pflege vom Experten. Reifen, die älter als zehn Jahre sind, kann man überhaupt nicht mehr verwenden.